Auerstedt

In Sichtweite von Eckartsberga unterhalb der Napoleonslinden liegt das kleine, heute zu Thüringen zählende Dorf Auerstedt, das mit seinem Namen in die Weltgeschichte eingegangen ist..
In seinem Schloss befand sich das preußische Hauptquartier, von dem aus der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. die Truppen während der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt im Jahre 1806 befehligte.
Das Schloss wurde vermutlich Ende des 17.Jahrhunderts als dreigeschossiger Bau mit Walmdach errichtet. Am hofseitigen Hauptportal befindet sich ein Wappenmedaillon als Verzierung.

Auerworldpalast

Am Ortsausgang von Auerstedt, Richtung Eckartsberga /Apolda, sticht einem auf der linken Straßenseite ein seltsamer Bau ins Auge. Beim Näher kommen erkennt man, dass es sich dabei um mehrere Gebilde, den „Auerworldpalast“, aus Weidenruten handelt.
Im Frühjahr 1998 wurde mit 300 freiwilligen Helfern aus aller Welt in Auerstedt das Expo-Projekt „Auerworldpalast“ geschaffen. Der „Auerworldpalast“ wurde als der weltgrößte, lebende Weidenbau gepflanzt.
Der grüne, von Jahr zu Jahr nachwachsende, futuristisch anmutende Palast, in dem in den Sommermonaten Live-Konzerte und Feste stattfinden, hat sich in den letzten Jahren zum Besuchermagnet entwickelt.

Die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806

Schlacht bei Auerstedt

Die preußische Hauptstreitmacht war am Abend des 13. Oktober in der Gegend von Auerstedt eingetroffen. Der Herzog von Braunschweig, der preußische Oberbefehlshaber, bezog Quartier im Schloss zu Auerstedt.
Von Auerstedt aus sollte die preußische Hauptarmee die Unstrut bei Freiburg überqueren und von dort aus in nördlicher Richtung die anmarschierenden Franzosen erwarten. Die Gruppe bei Jena hatte eigentlich nur die Aufgabe, diesen Abzug zu decken. Zu diesem Zeitpunkt herrschte in der ganzen Gegend starker Nebel. Die preußische Hauptarmee marschierte in Richtung Freiburg los und schlug durch den Nebel den falschen Weg ein. Zur gleichen Zeit marschierte das III. französische Korps unter Marschall Davout über den Kösener Pass und kam durch den Nebel vom Weg ab. Zunächst stießen in den frühen Morgenstunden preußische Dragoner bei Poppel und Taugwitz auf französische Kavalleriepatrouillen. Aus diesem Scharmützel entwickelte sich recht schnell das große Gefecht.
Nachdem der Herzog von Braunschweig schwer verwundet worden war, machte er den großen Fehler und ernannte keinen neuen Oberbefehlshaber, so dass die Armee nicht mehr einheitlich geführt wurde.
Da die preußische Armee keine Führung mehr hatte, entschieden die Franzosen die Schlacht zu ihren Gunsten. Am Nachmittag schließlich ordnete der König den Rückzug an und damit lag ganz Deutschland offen vor Napoleon und wenige Tage später marschierte er auch in Berlin ein.

Kirche St. Virus

Die Kirche St. Virus stammt in ihren ältesten Teilen aus dem 11.Jahrhundert. Die heutige Kirche stammt größtenteils aus dem 16. Jahrhundert und wurde in den Jahren 1718-28 nochmals umgestaltet.
Auerstedt gehörte über Jahrhunderte zum Burgbezirk der Eckartsburg und wurde seit 1074 durch deren Herren verwaltet.

Sandsteinobelisk
In Sichtweite von Eckartsberga liegt das kleine, heute zu Thüringen zählende Dorf Auerstedt, das mit seinem Namen in die Weltgeschichte eingegangen ist. In seinem Schloss befand sich das preußische Hauptquartier, von dem aus der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. die Truppen während der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt im Jahre 1806 befehligte.
In Auerstedt befindet sich aber auch noch eine weitere Sehenswürdigkeit - der „Auerworldpalast“.
Museum - Schlacht bei Auerstedt
Schloss Auerstedt
Historische Handwerke und Gerätschaften
Alte Post
Kirche Auerstedt
Auerworldpalast
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