Die Camburg

In den Jahren 742 bis 814 entstanden die ersten Befestigungsanlagen auf dem Turmberg zum Schutz der Grenzen des Frankenreiches durch Karl den Großen. Sie wurden direkt über der Saale auf Muschelkalkfelsen erbaut. Durch die Könige Heinrich I. und Otto I. wurden sie zur Burganlage weiter ausgebaut.
Während eines Konfliktes zwischen dem Meißener Markgrafen und dem Thüringer Landgrafen wurde die Burg 1191 zerstört. 1195 wurde sie durch den Meißener Markgrafen wieder aufgebaut. Im 15.Jahrhundert gingen die Burgherren der Raubritterei nach. Nach der Erstürmung ging die Burg an die Albertiner, an die Ernestiner und 1603 an das Herzogtum Sachsen-Altenburg.
Am Ende des sächsischen Bruderkrieges Ende 1451 wurde die Burg zerstört. Von der mittelalterlichen Anlage blieb nur der 30 Meter hohe Bergfried mit steinernem Kegelhelm erhalten. Im Jahre 1936 wurde eine Jugendburg auf dem Burgareal neben dem Bergfried errichtet.

Heute ist das Cyriakskloster eine Ruine, deren Besichtigung sich lohnt.
Von der Klosteranlage ist nur noch die Ruine der Cyriakskirche erhalten geblieben. Der Grundriss der nach dem Bautypus ottonischen Kirche mutet fast byzantinisch an und wird in der Kunstgeschichte gern als Referenz (Typ Camburg) benutzt.
Die Kirche umfasste ein Langhaus gefolgt von einem stark eingezogenem Priesterraum und einem querrechteckigen Altarraum. Rechts und links des Priesterraumes befanden sich zwei niedrige Seitenräume. Noch vorhandene Balkenlöcher zeigen die niedrige Dachhöhe der Seitenräume an. Im Altarraum ist das südliche kleine Fenster im Original erhalten.
Sehr eindrucksvoll ist auch die südliche Arkadenreihe mit ihrem wuchtigen Leibungssteinen. Auch kann man noch einen kleinen Teil des unterirdischen Gangsystems sehen, das früher bis zur Camburg und bis nach Naumburg geführt haben soll.
Die Cyriaksruine

Die Cyriaksruine befindet sich ca. 1 ½ km von Camburg in Richtung Großheringen - Bad Sulza bei dem kleinen Ort Stöben oberhalb der Saale inmitten eines wunderschönen Waldgebietes.
Die im romanischen Stil erbaute Klosterkirche ist das einzige aus der Zeit der ersten Jahrtausendwende erhalten gebliebene Bauwerk in Thüringen. Eine genaue Datierung der Entstehung ist bis heute nicht möglich. Erstmals findet man sie in der Chronik von Thietmar von Merseburg vom Jahr 999. Eine frühere Entstehung ist aber nicht auszuschließen. Im Jahre 1121 wird sie in den Dokumenten als „Kirche von Stöben“ genannt.
Im Jahre 1539 wurde die Anlage verlassen und wurde in der Folgezeit von den Bauern der Umgebung als Steinbruch genutzt.
Um das leer stehende Gemäuer rankten sich viele Geschichten und Sagen. Eine davon ist die Sage
„Die wandelnde Laterne“.

Hinter den drei Rundbögen beginnt ein heute zugemauertes und teilweise eingefallenes Gangsystem in dem sich die Sage "Die wandelnde Laterne" zugetragen haben soll.
Ausfüge - Wandern

Die Cyriaksruine ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Sie ist mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß leicht von Camburg, Großheringen, Bad Sulza oder Bad Kösen aus zu erreichen.
Auch von der Cyriaksruine aus kann man Wanderungen durch eine einzigartige Landschaft unternehmen, deren Naturreichtum zu jeder Jahreszeit begeistert.

Der Bergfried

Heute ist der Bergfried das Wahrzeichen der Stadt Camburg, die durch die Burg auch ihren Namen erhielt.
Nach Voranmeldung im Rathaus kann der Turm bestiegen werden und man kann einen wunderschönen Ausblick über das Saaletal und Camburg genießen. Auch ein Spaziergang im Park und hinunter in die Stadt Camburg lohnt sich.

In der Mitte zwischen Naumburg/Saale und Jena an der B88 liegt der kleine Ort Camburg. Hier befindet man sich auf geschichtsträchtigem Gebiet. Etwas oberhalb der Stadt auf dem Turmberg kann man die Camburg, das Wahrzeichen der Stadt, entdecken.
Nicht weit entfernt von Camburg in Richtung Großheringen - Bad Sulza inmitten eines wunderschönen Waldgebietes findet man eine kunstgeschichtliche Rarität, die Cyriaksklosterruine. Wer jetzt noch kann, sollte sich das „Klausloch“ eine oberhalb der Saale in den Kalkfelsen gehauene romanische Anlage nicht entgehen lassen.
Zur Sage
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