Geht me ofs Schloß
un guckt sich's ahn,
do sieht me linker Hand
e Stein met armer Krete drahn
so mannshoch an d'r Wand.
So mancher sieht den ohl' n Stein,
fraht sich. 'Was soll de Bedeutung seit"
Drum will ich uch erzähle,
wie de Saje geht,
wie es in ohlen Bichern steht.
Vor langer Ziet, da baute sich
das SchIoß e Edelmann.
Der hatte veel Geld,
ganz ferchterlich,
drum fing e frehlich an.
Im Borntale, do lät e ohler Bruch,
von Weje rechts, so hunnert Sprung,
do holt e sich de Steine her.
o giwwets hiete noch jenung.
Wie's awwer so beim auen es
wo's Geld wie Schamm vergeht,
so wars au bei oen richen Herrn.
Es kam e sch imme Zat.
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Das Schloß war fertch.
De Kasse leer !
Ganz traurich war d' n Herrn d'r Sinn
denn in den Bittel war nischt m
als nur e einzjer Heller drin.
Er nimmt d' n halwen Fenk,
wankt us d'r Burg,
de Beine wern ihm schwach.
Er geht vor sich henn, ins Blaue nien,
bis an e klei'n Bach.
Do sitzt ne Krete offen Stein,
die macht do ehre Rast.
Der Herre nimmts Geld,
wirft's ins Wasser nien, un saht:
"Das is der ganze Rest,
den de mir jelassen hast !"
Un wie er wedder heime geht,
do ließ er nach kurzer Ziet
e Kretenbild in de Muer mache,
so wie me's hiete nach sieht.
Der Bach, in den er awwer schmiß
den Heller wutentbrant,
der werd bis ot d'n heit'en a
der "Hellerbach" jenannt. |