Zisterzienserkloster

In einem der stillen Waldtäler der Finne ca. 3 Kilometer von Eckartsberga liegt das 1291 entstandene ehemalige Zisterzienser- und Nonnenkloster. Die Gründung erfolgte unter der führenden Hand des Naumburger Bischofs Bruno aus dem Hause Querfurt. Ihm und seinen Nachfolgern verdankte die Stiftung reiche Einkünfte, sie hatten die Kongregation auch unter ihren besonderen Schutz genommen. Das Kloster wurde aber nicht den Zisterziensern oder einem anderen Orden zugewiesen, sondern dem Erzbistum Mainz "zu ewigem Gehorsam" unterstellt. Marienthal und Eckartsberga lagen in der Erzdiözese Mainz, deren nordöstliche Grenze der Unterlauf der Unstrut und die Saale bildeten.In den Jahrhunderten seiner Entwicklung ist Marienthal kaum in Erscheinung getreten, seine kirchliche Bedeutung blieb eher gering. Vermutlich war es mehr eine Versorgungsstätte für die Töchter des Adels. Auch die wirtschaftlichen Aktivitäten hielten sich in Grenzen, obwohl das Kloster mit Grundbesitz und Zinsen reich dotiert war. Nach seiner Auflösung wurde der Besitz verkauft und die Baulichkeiten des Klosters abgebrochen, die Kleinodien, Monstranzen, Glocken und Urkunden an die Renterei in Leipzig abgeliefert.

In einem der stillen Waldtäler der Finne ca. 3 Kilometer von Eckartsberga liegt das Schloss Marienthal und das ehemalige Zisterzienser- und Nonnenkloster. Heute ist im Marienthaler Schloss ein anspruchsvolles Hotel untergebracht. Der weitläufige Schlosspark bietet mit seinem wertvollen alten Baumbestand und einer artenreichen Flora vielfältige Wander- und Erholungsmöglichkeiten.
Schloss Marienthal

Das Schloss Marienthal liegt ca. 3 km von Eckartsberga entfernt, in einem wunderschönem Finnetal, das zum Wandern einlädt. Schon 1565 waren die Baulichkeiten des Klosters kaum noch vorhanden. Unter Christian Wilhelm von Münchhausen wurden die Klostergebäude im Tal abgebrochen und Alt-Marienthal auf die östlichen Höhen verlegt. Die letzten Reste fanden beim Bau des Barockschlosses" auf dem kahlen Berge nahe einer Kalkhütte" im Jahre 1730 Verwendung. Noch vor Ausbruch des 1. Weltkrieges ließ der damalige Besitzer das alte Haus abbrechen und bis 1914 neue Schlossgebäude durch den bekannten Architekten Paul Schultze-Naumburg errichten, mit dem der Bauherr befreundet war. Für den Architekten wird es eine besondere Herausforderung gewesen sein, eine ganze Siedlung mit Schloss, Gutshaus, Gärtnerei, Försterei, Schule, Gärten, Park, Orangerie, Teehaus und Friedhof zu konzipieren und zu bauen. Auch eine Siedlung von Arbeiterhäusern entstand in unmittelbarer Nähe. Die Wirtschaftsgebäude wurden als Dreiflügelanlage errichtet, gewissermaßen als Gegengewicht zum Schlossbau auf der anderen Straßenseite. Heute ist im Marienthaler Schloss ein anspruchsvolles Hotel untergebracht. Der weitläufige Schlosspark bietet mit seinem wertvollen alten Baumbestand und einer artenreichen Flora vielfältige Wander- und Erholungsmöglichkeiten.

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