Memleben an der Unstrut gehörte zwischen 936 und 1033 zu den häufig aufgesuchten Königsaufenthaltsorten. Alle ostfränkischen Könige von Heinrich I. bis Konrad II. machten in Memleben Station.
Der erste bezeugte Königsaufenthalt in Memleben, ist der Todestag von Heinrich I. am 2. Juli des Jahres 936. Sein Sohn und Nachfolger, Kaiser Otto der Große, suchte danach häufig den Ort auf, an dem sein Vater verstorben war und wo seine eigene Königsherrschaft ihren Anfang nahm.
Der Tod Kaiser Otto des Großen war für seinen Sohn und Nachfolger, Kaiser Otto II. Anlass, in Memleben einen Mönchskonvent zu versammeln, dessen hauptsächlichste Aufgabe die Pflege des Gebetsgedenkens für Otto den Großen und für das Stifterpaar selbst sein sollte.
Doch auch Otto II. und seine Nachfolger machten auch in den folgenden Jahrzehnten bei ihren Umritten durch das Reich immer wieder in Memleben Station.
Leider wissen wir heute nicht genau, wo in Memleben die Königspfalz gelegen hat. Von ihren Bauten hat nichts die Zeiten überdauert.