Schloss Moritzburg

Die auf einem Bergsporn der Elsterniederung gelegene Bischofsburg ist mit der Gründung des Bistums Zeitz im Jahre 968 aus einer königlichen Befestigung hervorgegangen.
Unter Bischof Johann III. von Schönburg (1492-1551) wurde die bischöfliche Residenz weiter ausgebaut und auch modernisiert. Die Burg fiel im Jahre 1564 an das sächsische Kurfürstenhaus und wurde Sitz der neuen Stiftsregierung. Im Dreißigjährigen Krieg nahmen schwedische Soldaten die Burg ein und zerstörten sie bis auf die Grundmauern.
In den Jahren 1657 bis 1673 wurde Schloss Moritzburg als künftige Residenz des Herzog Moritz als festungsartige Residenz im Stile des Frühbarockes errichtet. Die Doppelturmfassade der alten Domkirche wurde abgerissen um einerseits Platz für die Errichtung eines Schlossturmes, ein sichtbares Zeichen fürstlicher Herrschaft, zu schaffen. Bei dem Bau wurden Teile der mittelalterlichen Verteidigungswerke mit ihren Ummauerungen, Gräben, Türmen und Rondellen einbezogen.

Architektur

Der dominante Festungscharakter ist deutlich wahrnehmbar und wurde bewusst angestrebt, damit sich das Zeitzer Schloss vom Weißenfelser Schloss unterscheidet, das zur gleichen Zeit und von dem gleichen Baumeister geschaffen wurde. Das Schloss Moritzburg in Zeitz ist zugleich das neue Schloss, Residenz und Festung.
Die Innenräume zeigen noch in einigen Bereichen die Ausstattung aus der Bauzeit mit verzierten Balkendecken und kunstvolle Stuckaturen aus der Zeit um 1690.
Großzügig angelegte dreiläufige Treppenaufgänge vermitteln den Zugang zu den Obergeschossen und den Schlossräumen und gelten als eines der frühen Beispiele dieser Art.

Geschichte des Domes

Die in der Vorburg stehende Burgkapelle wurde mit der Gründung des Bistums Zeitz zur bischöflichen Kirche erhoben und damit war der Bau einer neuen, in der ersten Hälfte des l1.Jahrhunderts errichteten, Bischofskirche verbunden. Die neue Kirche entstand als doppeltürmige Basilika mit durchlaufendem Querhaus und Apsiden an den Querarmen und einer Hauptapsis und mit einer Gesamtlänge von 63 m, wovon das Langhaus 28 m einnahm. Von der romanischen Basilika blieben außer der Krypta Mauerteile des Chores, des Quer- und des Seitenschiffes sowie Reste des Kreuzganges und der Klausur erhalten.
Im 14. und 15.Jahrhundert wurde die romanische Basilika zu einer gotischen Hallenkirche umgebaut. 1671 erfolgte die Aufstellung der prunkvollen Altarschauwand, die sich zweigeschossig aufbaut und 1674 entstand die Kanzel, die in großartigen frühbarocken Formen gestaltet wurde.

Der Kreuzgang

Durch eine Seitentür vom Dom gelangt man in den Kreuzgang. Dieser wurde auf dem Grundriss und unter Einbeziehung von Teilen seines Vorgängers nach 1400 errichtet. Um einen fast quadratischen Innenhof gruppieren sich drei Flügel. Der vierte wurde jedoch im 17. Jahrhundert fast völlig beseitigt, um dem neuen Schlossflügel Platz zu machen. Ursprünglich war der Kreuzgang mit 24 Kreuzrippengewölben versehen, die schöne Schlusssteine mit kunstvollen Pflanzenornamenten enthielten. Einige Bereiche des Nord- und Ostflügels stammen noch aus dem 11.Jahrhundert. Im Boden sind zahlreiche Grabplatten eingelassen, die ursprünglich aus dem Dom stammten.

Dom - Sankt Peter und Paul

Der heutige St. Peter und Pauls Dom nimmt fast die gesamte Südseite des Schlosshofes ein. Er stellt sich von außen als schlichte und schmucklose Sandsteinhallenkirche mit dreischiffigem Langhaus dar.
Das äußere Bild wird bestimmt durch den Wechsel der großen gotischen Fenster mit den Strebefeilern, wodurch die Wandfläche vertikal gegliedert wird. Der Eckpfeiler trägt einen kleinen Aufsatz mit Segmentgiebeln, woran seine Entstehung in der Renaissance zu erkennen ist. Auch die Fenster sind einer näheren Betrachtung wert. An ihnen erkennt man deutlich den Umbau der Kirche.

Auf einem Bergsporn, oberhalb der Weißen Elster, inmitten der Stadt Zeitz liegen der sehr gut erhaltene Dom Sankt Peter und Paul und das Schloss Moritzburg. Die ältesten Siedlungsspuren auf dem Schlossberg stammen aus der mittleren Steinzeit - ca.10000 bis 5500 vor Christi.
Für den Besuch des Schlosses und des Domes sollte man sich unbedingt Zeit nehmen um die Schönheiten der Architektur zu genießen und sich bei einer Führung über die interessanten Hintergründe informieren zu lassen. Auch ein Besuch des „Unterirdischen Zeitz“ ist zu empfehlen.
Zur Karte - BurgenDom & Stadtkirche Naumburg/SaaleSchloss & Dom Merseburg