Dom

Der viertürmige Peter & Pauls-Dom ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Naumburg. Besonders bekannt sind seine Stifterfiguren Markgraf Ekkehard und seine Gemahlin Uta.
Im Jahre 1210 wurde mit dem Neubau des Domes begonnen. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der frühgotische Westchor angebaut und war bereits um das Jahr 1260 vollendet. Der Baumeister dieses frühgotischen Domes wurde wahrscheinlich in Frankreich geschult und orientierte sich wohl auch an deutschen Vorbildern, beispielsweise am Bamberger Dom. Spuren seines Werkes sind an den Kathedralen von Reims, Amiens, Noyon, Chartres und in Metz, Meissen und Mainz zu sehen.
Der Westchor stammt aus der Frühgotik. Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der Chor der Ekkehardinger-Stiftskirche entfernt und der Westchor an der gleichen Stelle neu errichtet. Im Westchor befinden sich die Stifterfiguren von Hermann und seiner Gemahlin Reglindis.
Besonders bemerkenswert sind auch die Glasfenster des Naumburger Domes, die aus dem zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts stammen. In den Fenstern des Westchores befindet sich die älteste Gruppe der Naumburger Farbverglasung.

Stadtpfarrkirche Sankt Wenzel

Gleich hinter dem Schlösschen an der Westseite des Marktplatzes befindet sich die Stadtpfarrkirche Sankt Wenzel. Sie wurde im Jahre 1228 erstmalig erwähnt und diente als Hauptpfarrkirche und Versammlungsort. Der Außenbau erhielt beim Wiederaufbau 1426 Strebepfeiler und reiche spätgotische Verzierungen. Der Kirchenraum wird von barocken Einbauten des 17./18. Jahrhunderts bestimmt. In der Bildersammlung der Kirche befinden sich zwei Gemälde aus der Wittenberger Werkstatt von Lucas Cranach und Gemälde von Oswald Harms. Ein besonderes Prunkstück ist die barocke Hildebrandt-Orgel, die zu den größten ihrer Art in Deutschland gehört.
In den Sommermonaten finden regelmäßig Konzerte an der 1746 geschaffenen Hildebrandt-Orgel statt.
Wer Lust hat die Stadt von oben zu betrachten, sollte einen Aufstieg zur ehemaligen Türmerwohnung machen und den Ausblick von der Aussichtsplattform des Wenzelsturmes genießen.

Naumburg

Die Stadt Naumburg entstand um das Jahr 1000 aus verschiedenen weltlichen und geistlichen Siedlungen.
Der Beginn der Stadtentwicklung war die Gründung der „Nuwenburg“ oder „Neuen Burg“ der Thüringer Ekkehardinger Markgrafen. Die Burg ersetzte den alten Stammsitz der Ekkehardinger bei Klein- oder Großjena im Mündungsgebiet der Unstrut in die Saale und diente der Stärkung und der Festigung des deutschen Einflussbereiches im militärisch eroberten slawischen Land.
Wenige Jahre später wurde das Bistum Zeitz in die Burg verlegt und es entstand eine enge Verbindung zwischen Kirche und Reich. Diese Machtverbindung zog schnell Handwerker und Kaufleute an. Mit dem Marktrecht, den Hoheitsrechten für Besitz- und Warenverkehr, erlangte die junge Siedlung zugleich die Rechte einer Stadt. Durch die starke Vergrößerung der Bevölkerung wurde östlich der alten Siedlung eine zweite neue Bürger- und Ratsstadt mit eigenen Rechten und Verwaltung errichtet.
1423 wurde Naumburg in das Städtebündnis der Hanse aufgenommen.
Der Marktplatz im Zentrum der Altstadt zählt in seiner architektonischen und baulichen Geschlossenheit zu den schönsten Deutschlands. Naumburg ist eine Kreisstadt im Süden Sachsen-Anhalts mit einem ganz besonderen Flair.

Handel-Salzstraße

1423 wurde Naumburg in das Städtebündnis der Hanse aufgenommen.
Naumburg als Handelsknoten war eines der wichtigsten lenkenden Zentren der bedeutenden mittelalterlichen Fernwege geworden. Die günstige Lage der Stadt an mehreren bedeutenden mittelalterlichen Verkehrswegen hatte an dieser Entwicklung einen hohen Anteil.
Mit der Errichtung des Bistums und der Gründung der Stadt verlagerte sich der Handel auf die Nord-Süd-Linie. Gehandelt wurde hauptsächlich mit Tuchen, Stoffen, Pelzen und Garn, mit Getreide, Hopfen, Wein, Waid und Bier. Lange Zeit war Naumburg Hauptumschlagsplatz für Salz und Weid.

Der viertürmige Peter & Pauls-Dom ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Naumburg. Besonders bekannt sind seine Stifterfiguren Markgraf Ekkehard und seine Gemahlin Uta. Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Stadtpfarrkirche Sankt Wenzel. Sie befindet sich an der Westseite des Marktplatzes gleich hinter dem Schlösschen.In ihr finden regelmäßig in den Sommermonaten Konzerte an der 1746 geschaffenen Hildebrandt-Orgel statt.
Schlösschen & Wenzelskirche
Wenzelskirche von der Salzstraße
Markt mit Wenzelskirche
Wenzelskirche vom Topfmarkt
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