Schon seit der karolingischen Zeit lag an der Unstrut nahe des alten „Heerweges“, ein mehrmals bezeugter Königshof. Zu dessen Schutz wurde an dieser Stelle eine Befestigung, die Altenburg, errichtet. Die Burg, eine zeitweilige Anlage mit Vorburg und Hauptburg, erhob sich auf einem nach Norden vorspringenden Bergsporn.
Mitte des 13. Jahrhunderts wurde eine neue Burg errichtet. Heute befindet sich an dieser Stelle die Burgruine. Um sie herum siedelten sich nun die Bauern, Handwerker und Händler an und gründeten die heutige Stadt Nebra.
Im Jahr 1341 wurde, ungeachtet der Einwände des Erzbischofs Otto und der Stadt Magdeburg, Nebra in Brand geschossen und die Burg eingenommen.
1466 belehnte Herzog Wilhelm von Sachsen Friedrich von Nißmitz mit Stadt und Burg Nebra. Von 1540 bis 1601 wurde das heute in Ruinen liegende Schloss als repräsentativer Herrensitz im Renaissancestil umgebaut. Im 30jährigen Krieg war das Schloss von 1636 - 1648 von den Schweden besetzt und zum großen Teil zerstört. Die Ruine, die Kellergewölbe, den Zwinger und eine im frühgotischen Stil erbaute Kapelle kann man besichtigen.