Die Burg Schönburg

Unterhalb der Burg durchbricht die Saale die letzte Schranke der ostthüringischen Hochfläche, die an dieser Stelle ihre landschaftlichen Reize noch einmal voll entfaltet. 1157 wird die Burg erstmals erwähnt, sie war damals schon im Besitz der Naumburger Kirche. Ministerialen des Bischofs verwalteten die Burg.
Die Burg blieb von Kriegen und Zerstörungen weitgehend verschont. Diesem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass die romanische Burganlage in weiten Teilen erhalten blieb.
Der trapezförmige Komplex der Burg wurde dem Gelände exakt angepasst. Vorburg und Kernburg sind deutlich voneinander zu unterscheiden. Sie werden von einer hohen Ringmauer ohne Außenwerke gesichert, die nur an der Zugangsseite verdoppelt und am Vorburgtor bastionsartig ausgeweitet ist. Zum Schutz des Burgweges wurde zusätzlich noch ein Turm dem Untertor vorgesetzt.
Gleich neben dem Torhaus erhebt sich über alten Fundamenten und Kellergewölben die Försterei, die mit Schweifgiebel die charakteristischen Formen der Spätrenaissance aufweist. Das Portal an der Hofseite zeigt einen gewissen Aufwand und ist mit Säulchen und Gesimsen in rechteckiger Rahmung verziert. Den Zugang zur Hauptburg vermittelt ein quadratisches Torhaus mit Scharten und Gießschlot. An seiner Stirnwand sind die alten Vorrichtungen für Fallgatter und Zugbrücke erhalten. Eine zweite Nische umfasst das rundbogige Portal, an dessen Pfosten Ecksäulchen mit Würfelkapitellen stehen. Ihr Palmettendekor ist den Kapitellverzierungen der Naumburger Domkirche sehr ähnlich. Hinter der mit Zinnen bewehrten Zwingermauer lagen nördlich der Palas und östlich die Kapelle. Vom zweigeschossigen Palas blieben einige Wandreste mit romanischen Fensteröffnungen stehen. Die Kapelle an der Ostwand der Kernburg, sie lag offenbar nicht ebenerdig, ist dagegen völlig verschwunden.
Der Eingang zum Turm lag ursprünglich etwa in 8 m Höhe über dem Hofgelände. Im unteren Teil des Turmes befand sich das Verlies, darüber lagen in vier Etagen Wohnräume. Heute befinden sich im Turm Ausstellungsräume und von seiner Spitze hat man einen fantastischen Ausblick auf die reizvolle Landschaft.

5 Kilometer nordöstlich von Naumburg befinden sich Dorf und Burg Schönburg.

Von Naumburg aus führt durch die ehemalige „Vorstadt Grochlitz die Landstraße in Richtung Schönburg. Am Fuße des Zuckerberges nahe der alten Gastwirtschaft „Felsenkeller mündet die Weichau in die Saale. Der heute kaum noch sichtbare Bach hat seinen Namen von einem ehemaligen Dorf, in dem die Zisterzienser von Pforte einen Klosterhof unterhielten, der 1142 urkundlich erwähnt wird. Neben der Landstraße verläuft am Ufer der Saale ein Rad- und Wanderweg am Dammholz entlang in Richtung Schönburg. An den Hängen des Dammholzes wachsen im Frühling besonders viele Frühjahrsblüher und auch das unscheinbare Moschuskraut. Hinter der Neumühle tritt in Richtung Schönburg der Sandstein aus den mit Buschwerk bewachsenen Talhängen hervor. Durch Verwitterungen sind an einigen Stellen Rinnen und Vertiefungen entstanden, teilweise sogar als tiefe Höhlen ausgebildet. Der Sandstein liegt in mächtigen Schichten übereinander und zeigt bei Licht und Schatten eine faszinierende Farbenvielfalt.
Die Ruinen der Schönburg erheben sich malerisch auf einem roten Sandsteinfelsen etwa 70 m über der Saale.

In Sichtweite der Kreisstadt Naumburg liegen das Dorf und die Burg Schönburg. Die Ruinen der Schönburg erheben sich malerisch auf einem roten Sandsteinfelsen etwa 70 m über der Saale. Unterhalb der Burg durchbricht die Saale die letzte Schranke der ostthüringischen Hochfläche, die an dieser Stelle ihre landschaftlichen Reize noch einmal voll entfaltet.
Blick auf die Kernburg
Burggaststätte
Blick von der Schönburg Richtung Naumburg
Blick vom Dorf auf die Schönburg
Dorfkirche Schönburg
Blick vom Dorf auf die Schönburg
Ein Besuch in dem kleinen Ort Schönburg lohnt sich immer. Es gibt hier viel mehr als nur die Burg Schönburg zu entdecken.
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