Die Burg

Die Burg Seeburg ist aus einer 625 Meter langen, im 5.Jahrhundert n.Ch. errichteten frühgeschichtlichen Volksburg entstanden, die sich auf einem Höhenrücken am Rande des „Süßen Sees“ erstreckte.
Im 11. Jahrhundert entstand auf dem westlich in den See vorspringenden Teil der alten Volksburg, die kleinere mittelalterliche Steinburg, in deren Mittelpunkt sich ein ca. 33 Meter hoher Bergfried mit 6 Meter starken Mauern befindet. Von dem alten Bergfried ist heute nur noch ein 15 Meter hoher Teil erhalten, der im 18. Jahrhundert eine barocke Schweifhaube erhielt.
Im Jahre 1036 nahmen die Edelherren von Querfurt Burg und Dorf in Besitz und nannten sich fortan Grafen von Seeburg. Anschließend bauten sie die Burg zu einer kastellartigen, zweiteiligen Anlage mit drei Ringmauern aus.

Schloss

Im Jahre 1287 kauften die Mansfelder Grafen die Burg und bauten sie von 1450 bis 1518 zum Renaissanceschloss um.
Der hinter dem Bergfried liegende Palas, dessen älteste Reste wohl in das 12. Jahrhundert zurückgehen, wurde zum Rittersaal umgestaltet und die gesamte Burg zu einem repräsentativen, spätgotischen Wohnschloss umgebaut. Der erstmals 33 Meter hohe Bergfried wurde auf 15 Meter gekürzt und später mit einer barocken Schweifhaube versehen.
Mitte des 15. Jahrhunderts wurde zur Verstärkung der Seeseite der Anlage der „Rote Turm“ errichtet. Dieser mehrgeschossige runde Wehrbau war mit Schießscharten für die Verteidigung mit Feuerwaffen eingerichtet. Im 16.Jahrhundert ließen die Mansfelder Grafen den „Roten Turm“ zu Wohnzwecken für die Witwen Ihrer Familie umbauen. Seither trägt er den Namen „Witwenturm“. Ein gotischer Anbau, die spätere Schlosskirche, entsteht.

Das Schloss Seeburg, nicht weit von Querfurt und Eisleben gelegen, wurde am Ufer des Süßen See auf dem Gelände einer größeren Volksburg des 8./9. Jahrhunderts errichtet und zählt zu den ältesten und größten Burgen Mitteldeutschlands. Bei der Anlage handelt es sich um eine zweiteilige kastellartige Anlage, die von einer Zwingermauer eingefasst wird. Ein Ausflug zu Schloss und Ort Seeburg und an den malerischen ca. 800 Meter langen Süßen See mit seinen Wander-, Radwander- und Wassersportmöglichkeiten kann man nur empfehlen.
Geschichte

Durch frühgeschichtliche Funde kann man darauf schließen, dass sich am Ufer des Süßen See schon 500 n.Ch. eine große Volks- und Fliehburg befunden hat. Im Jahre 743 befand sich eine Burg als Herrensitz der karolingischen Hausmeier an dieser Stelle.
Anfang des 11.Jahrhunderts wurde diese Burg von den Edelherren zu Querfurt als kastellartige, zweiteilige steinerne Anlage mit drei Ringmauern umgebaut. Die Edelherren nannten sich fortan Grafen von Seeburg. Erzbischof Wichmann von Seeburg gründete 1184 das Augustiner Chorherrenstift St. Moritz und ein Kanonikerstift auf seiner Stammburg am Süßen See.

Im Jahre 1287 kauften die Mansfelder Grafen die Burg und bauten sie von 1450 bis 1514 zum Renaissanceschloss um. Im Jahre 1525 soll Martin Luther sich hier einige Tage aufgehalten und mit der Abfassung seiner Schmähschrift "Wider die Bauern“ begonnen haben.
Auf Grund von hohen Schulden wurde das Schloss Seeburg in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts verpfändet und wechselte danach mehrmals den Besitzer. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Schloss Seeburg mehrmals geplündert und 1669 zerstörte ein Feuer große Teile der Anlage.
So kann man heute nur einen kleinen Teil der alten Burg- und Schlossanlage besichtigen, die sich ursprünglich über den gesamten Bergrücken erstreckte.
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