Ranke-DenkmalNeben dem Rathaus steht das Denkmal für Leopold von Ranke, dem großen Sohn der Stadt Wiehe. Die Bronzebüste auf dem polierten Granitsockel wurde im Jahre 1896 nach einem Entwurf des Berliner Bildhauers Johann Friedrich Drake geschaffen. Leopold von Ranke wurde am 21.12.1796 in Wiehe geboren. Er war ein bedeutender Historiker und hatte entscheidenden Anteil am Entstehen der modernen Geschichts-wissenschaft auf der Grundlage strenger Quellenkritik und unbedingter |
| | Sachlichkeit (historische Methode). Von 1825 - 1871 war Ranke als Professor in Berlin tätig und ab 1841 als Historiograph des preußischen Staates. Die deutsche Geschichtswissen-schaft blieb bis 1950 dem von ihm geprägten Historismus verpflichtet. Ranke starb am 23.05.1886 in Berlin. Er schrieb u.a. folgende Werke: Die römischen Päpste, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation, Neun Bücher preußischer Geschichte, Welt-geschichte. |
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Modellbahnausstellung Wiehe KircheDie mittelalterliche Stadtkirche „St. Bartholomäus“ entstand inschriftlich 1518. Der Turm hat vier gleich hohe Geschosse, sein oberes Geschoss wurde durch spitzbogige Fenster nach allen Seiten geöffnet. Das Dach bildet eine barocke Haube mit zwei Laternen und Spitzhelm. Auf der Nordseite des Turmes findet man eine Inschriftentafel, eine gotische Vorhangbogennische, in der die Figur des heiligen Bartholomäus steht und ein großes Kreuzigungsrelief. Die Arbeiten zeugen von der hohen Kunst mittelalterlicher Steinmetzarbeit. Das Kirchenschiff entstand hauptsächlich unter Verwendung mittelalterlicher Bauteile der alten Kirche. Eine Rarität ist die noch aus dem späten Mittelalter stammende, in der südlichen Langhauswand eingebaute Sonnenuhr. Auch die Innenausstattung mit hufeisenförmiger Empore und geschnitztem Kanzelaltar (1672) stammen noch aus der Zeit des Wiederaufbaus. |
RathausSchon im Jahre 1376 wird von einem Rathaus berichtet, es brannte aber 1659 und nochmals 1712 ab. Danach wurde ein neues Verwaltungsgebäude am heutigen Rathausplatz als zweigeschossiger mit einem Turm versehener Barockbau bis 1715 errichtet. 1936 wurde noch eine Freitreppe angebaut. |
SchlossWährend des thüringischen Grafenkrieges wurde die Burg 1343 zerstört. Im Jahre 1461 erwirbt die Familie Werthern die Herrschaft Wiehe und baut die Reste der Burg zum Schloss um. Am 30.04.1659 brennen Stadt und Schloss vollständig nieder. In den Jahren 1664-1666 entstand das Schloss in den heutigen Umrissen als einheitliche Vierflügel-Anlage. Nur die zur Stadt gerichtete Hauptseite wurde mit einem viergeschossigen polygonalen Treppenturm und rechteckigen Anbauten an den Ecken besonders wirkungsvoll betont. Das spätbarocke Haupttor entstand in der Gestalt eines großen Triumphbogens und erhielt Löwenskulpturen als Verzierung. |
SehenswertesNach dem Brand von 1659 wurde die Stadt Wiehe planvoll wieder aufgebaut. Zwei Längs- und mehrere Querstraßen und ein fast quadratischer Marktplatz bilden das Grundgefüge der neuen städtebaulichen Planung. Die „neue“ Hauptstraße folgt dem Verlauf einer der alten Verkehrsverbindungen. In der Mitte des Stadtkerns liegt der Marktplatz mit der Stadtkirche „St. Bartholomäus“. Von der Stadtbefestigung sind noch Reste an der Nordost- und Südwestecke erhalten. An den Ausgängen der Hauptstraßen lagen das Ober- und das Untertor (Mühlentor). Eine kleine Vorstellung von dem Aussehen der Stadtbefestigung vermitteln die zwei Halbschalentürme neben dem Stadtpark. |
GeschichtlichesDie Kleinstadt Wiehe, urkundlich 786 erstmalig erwähnt, liegt am Rande der Finne. Archäologische Funde bezeugen, dass das Gebietes schon seit der Jungsteinzeit besiedelt war. Wiehe liegt wunderschön zwischen tief in den roten Sandstein des Höhenrückens eingeschnitten Waldtälern und fruchtbaren Feldern und Wiesen. 933 bestand Wiehe schon als eine fränkische Burgsiedlung, die im „Gau Uuigsezi“, dem alten Wiehegau lag, die Heinrich I. zur Reichsburg bestimmte. 998 erscheint der Ort als „civitas Wihi“ und war damals schon mit Wällen und Graben gesichert. 1053 hielt sich Heinrich III. in der Burg Wiehe auf. Auch sonst stand Wiehe im Blickfeld der sächsischen und salischen Kaiser, deren Interesse verstärkt der stabilen Herrschaftsbildung in den Territorien an Saale und Unstrut galt. |
ModellbahnSeit 1997 kann man im ständig wachsenden Freizeit- und Ausstellungszentrum der Stadt Wiehe die nach Angaben der Betreiber weltgrößte Modellbahnschau auf einer Ausstellungsfläche von z.Zt. 12.000 m2 bewundern. Die Eisenbahnlandschaft von Thüringen - Maßstab 1 : 87, Baugröße HO - überrascht mit Modellen der Wartburg, des Kyffhäuser Denkmals und des Schlosses der Skatstadt Altenburg. In weiteren Hallen findet man den Orientexpress sowie die schmalspurigen Strecken der Harzquerbahn, der Brocken- und der Selketalbahn, und vieles mehr. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit. |
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