Kirche
Klosteranlage - Gut Zscheiplitz

Die Legende nennt als Hintergrund der Klostergründung die Ermordung des Pfalzgrafen Friedrich III. 1085. Als Sühne soll dessen Gattin Adelheid eine Kirche und schließlich das Benediktinerinnenkloster gegründet haben. Nach wechselnden Herrschaftsverhältnissen und der Klosterauflösung im Zuge der Reformation wandelte sich das Kloster zum Gutshof.
Die Grundstruktur der meisten Gebäude blieb erhalten. Herzstück

der historischen Bausubstanz ist die Klosterkirche St. Bonifatius, deren Ursprünge ins frühe 12. Jahrhundert zurückreichen. Die vor allem nach 1945 dem Verfall preisgegebene Kirche konnte Dank der „Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Klosterkirche Zscheiplitz“ in wichtigen Teilen restauriert werden. Astrid Schlegel machte auf bauliche Details aufmerksam, unter anderem den Zugang zur Gutsbesitzergruft mit steinernem Wappen. Auch wechselnde Nutzung und die verschiedenen Umbauten der Gebäude wurden erläutert.
Das Klausurgebäude des Klosters wurde später zum Herrenhaus, einige Wirtschaftsgebäude bliebenweiter in ihrer ursprünglichen Funktion.
Mit dem Ende der Gutsherrschaft der Familie von Biela war ein Niedergang der Anlage im Zuge von Bodenreform und Neubauernbewirtschaftung zu verzeichnen.
Inzwischen sind Gebäudeteile um den Wirtschaftshof privatisiert und zum Teil für Wohnzwecke umgebaut worden. „Nördliches Wirtschaftsgebäude und Herrenhaus - beide im Besitz der Stadt Freyburg und leerstehend - und ein Teil des Jungviehhofes warten auf eine neue Nutzung“.
Gutshof