Laucha kann auf eine reiche geschichtliche Vergangenheit zurückblicken. Laucha wird erst im Jahre 1124 genannt. Sein alter Name „Lochowo“ später „Luchowe“ und „Luocha“ weist klar auf seinen Ursprung hin. Das Wort ist slawisch und bedeutet „Moor“ oder „Wiesenbruch“. Hier haben schon im 7.Jahrhundert Slawen gesiedelt und die sumpfige Niederung urbar gemacht. Das frühere Laucha war ein wendisches Dorf, dessen Einwohner als zinspflichtige Bauern zum Domherrenstift Bibra gehörten.
Im 12. und 13. Jahrhundert setzte eine deutsche Besiedlung ein, die den slawischen Einfluss mehr und mehr in den Hintergrund drängte. Das Dorf entwickelte sich zu einem Marktort, erhielt Stadtrecht und Gerichtsbarkeit und umgab sich mit einem Kranz von Mauern, Toren und Türmen, deren wohlerhaltenen Reste einen vorzüglichen Eindruck von seiner ehemaligen Wehrhaftigkeit vermitteln. 1392 wurde Laucha das Stadtwappen und 1409 das Stadtrecht durch König Wenzel verliehen.
Zu Beginn des 16.Jahrhunderts hatte jeder Lauchaer seinen eigenen Weinberg. 39 Hektar Flur waren damals Rebkulturen. Dazu gesellten sich die Gewerbe der Leinenweber, Tuchmacher und Kürschner, die Lauchas Ruf weit über die Grenzen der Stadt hinausgetragen haben. Durch einen verheerenden Brand im Jahre1731 wurde Laucha so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es sein mittelalterliches Aussehen fast ganz einbüßte. Auch unter der Fremdherrschaft von 1806 bis 1813 hat die Stadt arg gelitten.
Wenn man die Hauptstrasse der Länge nach durchwandert, entdeckt man prächtige alte Türen Spätgotik, Renaissance und Barock - dicht beieinander. Wenn man einen Blick in die Seitengassen wirft, kann man sich in die alten Zeiten zurückversetzen.